Häufig gestellte Fragen.

Was ist eigentlich eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel, das weltweit und sowohl im Einzelhandel als auch für Zahlungen im Internet eingesetzt werden kann – und das je nach Kreditkartensystem bei über 36 Millionen Akzeptanzstellen. In der ursprünglichen Form der Kreditkarte wird dem Nutzer ein verzinster Kredit gewährt – daher der Name der Karte. Heute gibt es aber auch abgewandelte Formen, bei denen der Nutzer beispielsweise auf zuvor eingezahltes Geld zugreift.

Was kostet mich eine Kreditkarte?

Die Preise für Kreditkarten variieren stark – sowohl, was den monatlichen bzw. jährlichen Grundpreis angeht als auch, was die Gebühren für die Bezahlung, die Zinsen für den eingeräumten Kredit sowie die Gebühren für die Bargeldabhebungen angeht. Es lohnt sich daher, intensiv zu vergleichen. Besonders Banken bieten ihren Kunden oft Kreditkarten ohne Grundpreis und mit kostenlosen Bargeldabhebungen an.

Wann und wie muss ich meine Kreditkartenrechnung begleichen?

Das hängt von der Art der Kreditkarte ab. Die klassische oder auch „Revolving Card“ genannte Kreditkarte wird über eine Rechnung beglichen. Sie erhalten also einen Kredit, den Sie je nach Vertrag entweder mit einer Einmalzahlung oder auf Raten zurückzahlen. Die weit verbreitete Charge Card dagegen bucht den Betrag am Monatsende von Ihrem Girokonto ab, die Prepaid-Karte muss vorher mit einem Guthaben „aufgeladen“ werden, der anschließend verbraucht wird.

Wie funktioniert das Bezahlen mit einer Kreditkarte?

Im Einzelhandel identifizieren Sie sich in der Regel durch ihre Karte und Ihre Unterschrift, in einzelnen Fällen benötigen Sie zusätzlich ein Ausweisdokument. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, dass Sie eine neue Kreditkarte unmittelbar nach Erhalt unterschreiben, um einen Missbrauch durch Dritte zu verhindern.

Beim Online-Einkauf gibt es verschiedene Sicherheitsmechanismen. Einer davon ist der dreistellige Sicherheitscode oder Kartenverifizierungscode, der sich auf der Kartenrückseite neben Ihrer Unterschrift befindet.

Darüber hinaus gibt es auch von Kartensystem zu Kartensystem variierende Sicherheitsmechanismen wie „Verified by Visa“, „MasterCard® SecureCode™“ oder „American Express SafeKey®“. Dabei wird die Nutzung Ihrer Kreditkarte an eine persönliche Information gebunden, die nur Sie wissen können und die beim Einkauf abgefragt wird.

Kann ich mit meiner Kreditkarte Bargeld abheben?

Bargeldabhebungen können mit einer Kreditkarte an den meisten Geldautomaten getätigt werden. Diese Geldautomaten erkennen Sie durch das an den Automaten angebrachte Symbol des jeweiligen Kartensystems. Wie bei einer Bankkarte benötigen Sie dafür jedoch eine geheime PIN (Personal Identification Number). Manche Anbieter berechnen für die Bargeldabhebung mit der Kreditkarte besondere Gebühren, andere bieten diese Leistung kostenfrei an.

Was ist der Unterschied zwischen VISA, MasterCard und American Express?

VISA und MasterCard sind die in Europa am weitesten verbreiteten Kreditkartensysteme. American Express ist dagegen, wie der Name bereits sagt, vor allem in den USA etabliert. Visa und MasterCard fungieren darüber hinaus im Gegensatz zu American Express nicht als eigener Anbieter, sondern geben ihre Karten über Partner wie beispielsweise Banken oder Versicherungen aus.

Visa und Mastercard verfügen in Deutschland über jeweils ca. eine halben Million Akzeptanzstellen, weltweit sind es jeweils ca. 36 Millionen. Zu den Akzeptanzstellen von American Express in Deutschland gibt es dagegen leider keine gesicherten Zahlen. Allerdings gehen verschiedene Quellen davon aus, dass die Akzeptanzdichte nur etwas ein Zehntel von der von Visa und Mastercard entspricht.

Welche Typen und Arten von Kreditkarten gibt es?

Neben der klassischen Kreditkarte, bei der Sie einen verzinsten Kredit in einem zuvor vereinbarten Modus zurückzahlen, gibt es noch zwei weitere in Deutschland verbreitete Haupttypen der Kreditkarte:

Die Chargekarte funktioniert vom Grundprinzip her genauso wie die klassische Kreditkarte, mit einem Unterschied: Die Rückzahlung ist fest definiert und erfolgt in der Regel monatlich über ein Referenzkonto, idealerweise Ihr Girokonto – womit Sie ein kurzfristiges, aber dafür zinsloses Darlehen erhalten. Die Prepaidkreditkarte ist dagegen ein immer weiter verbreitetes Produkt, verbindet sie doch die Flexibilität einer Kreditkarte mit der Sicherheit eines klassischen Finanztransaktion: Um eine Prepaidkreditkarte nutzen zu können, muss zuvor Geld auf das Kreditkartenkonto überwiesen werden Dementsprechend hat der Nutzer immer nur das zur Verfügung, was bereits vorhanden ist – er gibt sich sozusagen selbst einen Kredit. Eine Überschuldung wird damit unmöglich gemacht. Prepaidkreditkarten sind vor allem für Schüler und Studenten ohne festes Einkommen sowie für Personen mit einem negativen Schufa-Eintrag geeignet – aber auch für Gelegenheitsnutzer und sicherheitsbewusste Menschen, die keine reguläre Kreditkarte haben möchten, aber die Vorteile wie beispielsweise die Bezahlmöglichkeiten im Internet oder das bargeldlose Bezahlen nutzen möchten.

Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?

Eine Prepaid-Kreditkarte eignet sich sowohl für Menschen mit schlechter Bonität als auch für Jugendliche, denen Eltern kein unbegrenztes Budget geben möchten: Statt eines Kreditrahmens verfügt der Nutzer über ein zuvor eingezahltes Guthaben, dass er verbrauchen kann. Allerdings sollte man hier auf eventuelle zusätzliche Gebühren achten, die erhoben werden können.

Was ist eine Premium-Kreditkarte?

Eine Premium-Kreditkarte oder Premiumkarte ist die exklusivste Variante der Kreditkarte: Sie hat in der Regel eine sehr hohe Jahresgebühr, die schnell mehrere hundert Euro pro Jahr betragen kann. Dafür profitieren Sie als Kunde häufig von attraktiven Zusatzleistungen und einem sehr hohen Kreditlimit. Premiumkarten werden auch oft als Gold- oder Platinkarten bezeichnet.

Was ist ein Kreditkartenlimit?

Das Kreditkartenlimit definiert den Rahmen, in dem Ihnen Ihr regelmäßiger Kredit bewilligt wird. Es richtet sich nach ihrer Bonität und entspricht in der Regel ein bis zwei Nettomonatsgehältern.

Warum sind so viele Kreditkarten an Girokonten gebunden?

Der Großteil der Karten, die in Deutschland im Umlauf sind, sind sogenannte Chargekarten. Sie sind direkt mit einem Girokonto verknüpft, so dass der Kunde keine Rechnungen begleichen muss, sondern das Defizit auf dem Kreditkartenkonto automatisch über das Girokonto ausgeglichen wird. Für diese Praxis liegt es aus Gründen der Einfachheit nahe, den Kreditkartenvertrag bei seiner Bank abzuschließen.

Ein weiterer Grund ist die Bargeldversorgung durch Kreditkarten. Besonders Direktbanken verfügen oft nicht über ein eigenes Filial- oder Geldautomatennetz. Mit einer Kreditkarte können diese Institute ihren Kunden einen unkomplizierten und darüber hinaus oftmals kostenlosen Zugang zu Bargeld ermöglichen – und das meistens sogar weltweit.

Kann ich Kreditkarten für meinen Partner und/oder meine Kinder ausstellen lassen?

Wenn Sie möchten, dass auch andere Personen über Ihr Kreditkartenkonto bezahlen können, haben Sie die Möglichkeit, für diese Personen eine Zusatz- oder Partnerkarte zu beantragen. Die Zahlungen laufen dabei in der Regel alle über Ihr Kreditkartenkonto, werden jedoch bei der Abrechnung auf die einzelnen Karten aufgesplittet. Für Zusatzkarten fallen in der Regel niedrigere oder gar keine Jahresgebühren an.

Mein Antrag auf eine Kreditkarte wurde wegen eines negativen Schufa-Eintrags abgelehnt – was nun?

Sollte der Antrag auf eine konventionelle Kreditkarte aufgrund fehlender Bonität oder eines negativen Schufa-Eintrags abgelehnt werden, gibt es ein alternatives Produkt, das viele Vorteile einer Kreditkarte beinhaltet, ohne dass die Kreditwürdigkeit dafür relevant ist: Die Prepaid-Kreditkarte.

Bei der Prepaid-Kreditkarte verfügt der Nutzer nicht über einen Kreditrahmen, der ihm eingeräumt wird, sondern über ein Guthaben, das er vorher auf das Kreditkartenkonto überweisen muss. Es kann also nur über Geld verfügt werden, dass der Kunde bereits hat – dafür kann er alle Vorteile des bargeldlosen Zahlens im Einzelhandel und im Internet sowie die weltweite Bargeldverfügbarkeit. Damit ist die Prepaid-Kreditkarte auch ideal für Jugendliche.

Warum gibt es bei manchen Kreditkartenanbietern Bonuspunkte, Rabatte oder Versicherungen?

Bonuspunkte, Rabatte oder Versicherungen sind Maßnahmen zur Kundengewinnung und Kundenbindung. Dabei werden sowohl eigene Systeme etabliert als auch bestehende Systeme wie Payback oder Miles&More genutzt. Darüber hinaus werden je nach Kreditkartenanbieter Rabatte bei Autovermietungen, Tankstellen, Hotels etc. gewährt. Die Versicherungen wiederum sichern vornehmlich Transaktionen ab, die mit der Kreditkarte getätigt wurden – von Haftpflicht- über Unfall- bis hin zu Reiserücktrittsversicherungen.

Gibt es bei einem Kreditkartenkonto auch Guthabenzinsen?

Grundsätzlich ist ein Kreditkartenkonto nicht zum Sparen gedacht. Allerdings werden Ihnen je nach Kreditkartenanbieter unterschiedlich hohe Guthabenszinsen eingeräumt für den Fall, dass Ihr Kreditkartenkonto ein Guthaben aufweisen sollte. Diese betragen bis zu 1,00 %.

Was muss ich beim Wechsel meines Kreditkartenanbieters beachten?

Wie bei anderen Kontoarten auch empfiehlt es sich, eine gewisse Überschneidung zwischen der Eröffnung des neuen und der Kündigung des alten Kontos einzuplanen. So können Sie in Ruhe die Funktionen der neuen Kreditkarte auf ihre Alltagstauglichkeit testen, bevor Sie Ihre alte Kreditkarte kündigen. Da es auf einem Kreditkartenkonto in der Regel keine Daueraufträge gibt, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber oder öffentlichen Stellen wie Ämtern den Wechsel nicht mitteilen. Wenn Sie allerdings Abonnements oder ähnliches mit Ihrer Kreditkarte bezahlen, achten Sie darauf, dem jeweiligen Unternehmen Ihre neuen Daten mitzuteilen.

Wie kündige ich meinen Vertrag mit einem Kreditkartenanbieter?

Die Kündigung muss schriftlich bei Ihrem bisherigen Anbieter erfolgen. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel nicht mehr als einen Monat. Manche Anbieter fordern die alte Kreditkarte zurück, anderen reicht es aus, wenn Sie von Ihnen zerstört wird. Schneiden Sie dazu eine Ecke der Karte mit einer Schere ab und achten sie darauf, dass Sie dabei den Chip sowie den Magnetstreifen durchtrennen.

Wie funktioniert das PostIdent-Verfahren?

Bei der Eröffnung Ihres Kreditkartenkontos muss Ihre Identität eindeutig und zweifelsfrei festgestellt werden – so fordert es das Geldwäschegesetz. Da viele Anbieter nicht über ein Filialnetz verfügen, wird diese Identifikation häufig mit dem PostIdent-Verfahren durchgeführt.

Dazu erhält der Kunde zusätzlich zu den Antragsunterlagen einen PostIdent-Coupon mit einer individuellen Referenznummer – entweder per Mail oder per Post. Der Coupon wird dann gemeinsam mit den Unterlagen zu einer beliebigen Filiale der Deutschen Post gebracht – einzige Voraussetzung ist ein elektronischer Postschalter, über den das Verfahren abgewickelt werden kann. Ein Mitarbeiter der Post führt die Identifikation anhand eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses durch und überträgt dessen Daten in den Coupon (bitte beachten Sie, dass hierfür ein Führerschein nicht akzeptiert wird!). Coupon und Antragsunterlagen werden unterschrieben – hier ist es wichtig, dass sowohl die Unterschrift auf dem Coupon als auch die Angaben mit denen auf dem Lichtbildausweis identisch sind. Der Coupon wird nach der erfolgreichen Prüfung ebenfalls von dem Mitarbeiter der Deutschen Post unterzeichnet und zusammen mit den Antragsunterlagen an den jeweiligen Kreditkartenanbieter zurück geschickt. Damit ist Ihre Identität offiziell bestätigt.

Wie funktioniert das VideoIdent-Verfahren?

Ähnlich wie beim PostIdent-Verfahren dient das VideoIdent-Verfahren der eindeutigen Identifizierung des Kunden. Der Vorteil: Das gesamte Verfahren kann von Zuhause aus durchgeführt werden – ohne zusätzlichen Zeitaufwand und ohne die enge Beschränkung auf die Öffnungszeiten der Postfilialen.

Um das VideoIdent-Verfahren durchzuführen, initiiert der Kunde nach Anweisung seines Kreditkartenanbieters einen Video-Anruf zu einem Mitarbeiter des Anbieters bzw. des Unternehmens, das die Identifikation ausführt. Dabei ist es wichtig, ein Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) bereit zu halten. Zur Identifikation werden im Gespräch mit dem überprüfenden Mitarbeiter Vorder- und Rückseite des Ausweises in die Kamera gehalten und nach dessen Anweisungen gekippt und bewegt, so dass die Sicherheitsmerkmale geprüft werden können. Dabei werden Fotos angefertigt und die Ausweisnummer erfasst. Die Identitätsprüfung wird anschließend abgeschlossen, indem der Kunde per E-Mail oder SMS eine TAN erhält, die er in ein dafür vorgesehenes Formular einträgt.

Der gesamte Prozess dauert zwischen drei und fünf Minuten, eine stabile Internetverbindung vorausgesetzt. Bei den meisten Anbietern kann das Verfahren sowohl mit der Webcam des Computers als auch mit Tablets oder Smartphones durchgeführt werden.

Wie sicher ist das Bezahlen mit einer Kreditkarte?

Wie bei jedem anderen Bezahlverfahren ist man auch bei der Benutzung einer Kreditkarte nicht grundsätzlich vor Betrug sicher. Durch verschiedene Sicherungsverfahren ist jedoch die Benutzung einer Kreditkarte heute sicherer denn je: So wird die Zahlung heute oftmals nicht nur die eigene Unterschrift autorisiert, sondern auch durch den Personalausweis oder eine zusätzliche, geheime Kundeninformation – durch Systeme wie „Verified by Visa“, „MasterCard® SecureCode™“ oder „Amerivan Express SafeKey®“.

Sollte Ihre Karte gestohlen werden oder verloren gehen, melden Sie das bitte umgehend Ihrem Anbieter. Spätestens ab der Verlustmeldung haften Sie dadurch nämlich nicht mehr für Schäden durch den Missbrauch Ihrer Karte.

Was muss ich beim Online-Einkauf mit meiner Kreditkarte beachten?

Die oberste Regel bei Online-Einkäufen ist eine sichere Verbindung – diese erkennt man in der Regel an dem Kürzel „https“ am Anfang der URL. Damit wird sichergestellt, dass Sie auf einer vertrauenswürdigen Seite gelandet sind.

In der Regel wird bei einem Online-Einkauf der dreistellige Sicherheitscode auf der Rückseite der Kreditkarte abgefragt. Geben Sie diese nur an, wenn die Verbindung zur Webseite sicher ist.

Darüber hinaus gibt es heute von Kartensystem zu Kartensystem variierende Sicherheitsmechanismen wie „Verified by Visa“, „MasterCard® SecureCode™“ oder „Amerivan Express SafeKey®“. Dabei wird die Nutzung Ihrer Kreditkarte an eine persönliche Information gebunden, die nur Sie wissen können und die beim Einkauf abgefragt wird. Diese Mechanismen werden sowohl im Einzelhandel als auch bei Online-Käufen genutzt.

Was muss ich tun, wenn meine Kreditkarte gestohlen wurde oder ich sie verloren habe?

Der Verlust der Kreditkarte ist unverzüglich an den Anbieter zu melden. Die Karte wird anschließend umgehend gesperrt. Ab dem Zeitpunkt der Verlustmeldung haften Sie in der Regel nicht mehr für Schäden durch den Missbrauch Ihrer Karte.